Tanksanierung fehlgeschlagen, wie richtig machen?

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Deleted User 141

Re: Tanksanierung fehlgeschlagen, wie richtig machen?

Beitrag von Deleted User 141 »

Edeltuning hat geschrieben:...- um beim Thema zu bleiben. :lol: ...
Das Thema lautet : Tanksanierung fehlgeschlagen, wie richtig machen?

Die anderen geistigen "Erkenntnisse" ab sofort bitte in einem anderen Forum :!:
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Edelherb
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Re: Tanksanierung fehlgeschlagen, wie richtig machen?

Beitrag von Edelherb »

Hallo!

Ich möchte mich zuerst ganz sehr für die vielen Informationen und Tipps / Tricks bedanken. :D

Werde demnächst nochmal EINEN neuen Versuch machen, viel besser vorbereitet, und mal sehen, ob das dann klappt.
Azeton brauch ich noch, eine neue Gasflasche für die Propanheizkanone zwecks schnell trocknen hab ich heute geholt.
Morgen mal schauen, ob ich ohne die Ablasschraube den Tank komplett entleeren kann. Wenn nicht, muss ich mir noch was zum absaugen bauen.
Den Tank werde ich voraussichtlich eh erst nächstes Jahr lackieren.

Sollte mein 2. Versuch auch misslingen, (davon gehe ich aber erstmal nicht aus), dann lasse ich den Tank gleich in Suhl komplett machen.
Für 40 - 60 € Komplettpreis brauch ich da keinen Tankbeschichtungssatz für 25 € kaufen, und noch mehrere Tage mit Chemikalien rummatschen.

Dankbare Grüße,
Steffen!
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Edelherb
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Re: Tanksanierung fehlgeschlagen, wie richtig machen?

Beitrag von Edelherb »

Hallo!

Der Tank hat sich heute 7 Stunden in der Mischmaschine gedreht, mit so 1 kg Trockenbauschrauben. Trocken, ohne Wasser.
Ist aber immer noch nicht überall so, wie ich mir es vorstelle. Es sind immer noch Farbreste vorhanden. Morgen geht es weiter.

Rost kam schon ohne Ende raus. Da war eine Schicht drin, entweder Lack, oder eine Versiegelung, die unterrostet war.
Mal schauen, wie es morgen abend im Tank aussieht....

Wie ich dann weitermache, hab ich mich aber immer noch nicht entschieden.
Werde auf jeden Fall mal gründlich mit Azeton spülen, und dann mir das in Ruhe ansehen und bedenken.
strahler
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Re: Tanksanierung fehlgeschlagen, wie richtig machen?

Beitrag von strahler »

Trockenbauschrauben allein kommen nicht an alle Stellen. Die Mischung bringt den Erfolg. Wenn vorhanden, mach einfach noch andere Bestandteile wie Kies in unterschiedlichen Körnungen und grobes Strahlgut mit dazu. Wenn ich Wasser dazugegeben habe, hat es auch noch besser funktioniert. Der Tank rostet schon nicht gleich durch. Das "Reibmittel" verteilt sich dann einfach besser.
Und immer daran denken, die Trommelposition des Mischers zu variieren.

Grüße, Thomas
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Edelherb
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Re: Tanksanierung fehlgeschlagen, wie richtig machen?

Beitrag von Edelherb »

Hallo!

Ich hab den Tank heute nochmal mehrere Stunden rotieren lassen, trocken, und zu den Schrauben Splitt und Kies gemischt.
Nun sieht es ganz gut aus, die alte Farbe ist raus. Aber als "porentief rein" würde ich die Oberfläche trotzdem nicht bezeichnen.
Ist schon etwas vernarbt, und in den Rostnarben ist es halt nicht ganz blank.
Es waren noch 2 Stellen (ca. je 1 cm²) zu sehen, an denen eine weiße Beschichtung war. Das, was auch immer es war, war sehr fest.

Da ich nicht mit Wasser matschen wollte, habe ich den Roststaub mit Azeton rausgewaschen.

Dadurch haben sich auch die Reste der Farbe oder Beschichtung angelöst, so dass ich sie abkratzen konnte.
Ich habe gesehen, dass die Stellen auch leicht unterrostet waren.

Jetzt steht der Tank getrocknet und mit 3 Silicagelbeuteln drin auf der Werkbank und wartet, bis es weitergeht.

Ich könnte den einfach mit Phosphorsäure behandeln, die habe ich.

Oder halt ausbleien, das wurde hier schon geschrieben, das hat man früher wohl so gemacht, das habe ich in meiner Jugendzeit sehr oft gehört.
1 kg Bleischrot hab ich mir schon bestellt, das kam aber heute nicht wie erwartet.

Zum Ausbleien sagt mir mein Verständnis, muss der ganze Tank 100 %oig rostfrei sein. Die beschriebene Zitronensäure habe ich, aber ob sich das Blei dann in den Narben einarbeitet, sehe ich nicht so richtig.

Die Phosphorsäure wandelt den gering vorhandenen Rost ja angeblich in eine dichte Schicht um.

Vielleich kann mir noch jemand was schreiben, zwecks Blei oder Phosphorsäure.

Eine Kunstharzbeschichtung möchte ich nicht, das ist mir zu umständlich, kompliziert und fehleranfällig bei der Beschichtung, und ich hab da schon zuviel von Problemen gelesen.

Und, so schlimm ist es auch nicht, wenn mal was passiert, ich hab ja einen simpelen Harley-Tank, wo es sicher genug davon gibt.

Viele Grüße, Steffen!
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Re: Tanksanierung fehlgeschlagen, wie richtig machen?

Beitrag von Edeltuning »

Deine Ambitionen im Vordergrund, wäre Phosphorsäure das optimalste. Die Säure gelangt in jede Ecke und bildet Eisenphosphat als Schutzschicht. Bleikugeln sind Glaskugelsichtungen. Zur nützlichen Langzeitbehandlung hält man den Tank immer voll oder leer. :idea:
Den Tip der helfen soll, gibt Dir der Minol Pirol.
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Re: Tanksanierung fehlgeschlagen, wie richtig machen?

Beitrag von Edelherb »

Hi!

Ja, ich denke, ich habe fertig. Habe heute Phosphorsäure 85% eingefüllt. Die mausgraue Schicht bildet sich eigentlich recht schnell.
Hab garnicht so sehr viel Säure genommen, und den Tank öfters geschüttelt / geschwenkt.

Es war wohl beim ersten Versuch falsch, die Säure eintrocknen zu lassen. Nach einiger Zeit bildet sich da eine glibbrige Masse. Nach paar Stunden hab ich die heute mit Azeton ausgespült.
Dann den Tank gleich in die Sonne gelegt.
Dann hat sich innen stellenweise ein weißes Salz gebildet, war aber nicht sehr fest.
Das habe ich dann nochmal mit etwas Benzin ausgewaschen.
Der Tank sieht jetzt eigentlich innen sehr gut aus.

Was mir noch eingefallen ist:
In meinem Tank war als Ablassschraube ein Messingstopfen drin. Den hab ich nur mit allergrösster Mühe rausbekommen, und dabei auch beschädigt. Habe mir einen originalen bestellt, das ist ein verzinkter Stahlstopfen.

Ist natürlich auch zumindest denkbar, weil der Tank für sein Alter so extrem verrostet war, dass dieser Messingstopfen eine elektrochemiche Kontaktkorrosion begünstigt hat.

Na, mal schauen, wie sich das entwickelt..... :|
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Re: Tanksanierung fehlgeschlagen, wie richtig machen?

Beitrag von Edeltuning »

Nur ist eben Säure nicht Azeton- oder Benzinlöslich :!: Zur "Neutralisation" sollte mit Wasser gespült werden :!: Diese Salzbildung ist dann schon wieder ein chemischer Nebenschauplatz durch unsachgemäße Handlungen. :o Heißluftfön reinhalten ist auch effektiver als in Sonne legen - da kann die Feuchtigkeit nicht entweichen und rostfreie Stellen werden wieder begünstigt verrostet, da die Säure ja nur auf Eisenoxid aktiv wird. :idea:
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Re: Tanksanierung fehlgeschlagen, wie richtig machen?

Beitrag von Edelherb »

Hi!

Ja, langsam komme ich an´s Ziel.

Ich hab gestern mit Azeton gespült, damit überflüssige Säure ausgewaschen wird. Ich wollte nicht mit Wasser drin rummatschen, deshalb Azeton. Und´das Azeton hat sich in der Sonne nach 10 min. verflüchtigt.
Die salzartigen Rückstände hab ich versucht, mit Kunststoffgranulat auszureiben- auszuschütteln, ich hab dann schon selbst gesehen, dass das nicht so recht klappt. Dann war es aber zu spät am Abend.

Heute morgen, als erstes in den Tank reingeschaut. Der Tank war innen feucht. Besonders an den Stellen, wo die Ausblühungen waren. Obwohl der gestern staubtrocken war, und ich den Tank verschlossen habe.

Da war das salzartige wohl eingetrocknete Phosphorsäure. Offenbar extrem hygroskopisch, hat Luftfeuchtigkeit gezogen.

Also hab ich den Tank heute mit Wasser gespült, und sofort wie vorgeschlagen getrocknet.

Ergebnis:
Die Stellen, wo das "Salz" war, sind wieder ganz leicht angerostet.

Na gut, da weiss ich erstmal, wo der Fehler war, und was genau passiert ist. Auch beim ersten Versuch.

Also morgen:
Nochmal Phosphorsäure rein, 3 Stunden einwirken lassen, gut mit Wasser spülen, und sofort ganz schnell trocknen.
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Edelherb
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Re: Tanksanierung fehlgeschlagen, wie richtig machen?

Beitrag von Edelherb »

Hi!

Da so ein Internetforum eigentlich für den gegenseitigen Erfahrungsaustausch gedacht ist,
will ich nun noch paar neue Erfahrungen schreiben:

Ich habe inzwischen 2 weitere Versuche unternommen:

Als erstes hab ich die 85 %ige Säure nach einem Tipp vom Himmelfahrtstag (aus dem Zug von anderen Reisenden) um die Hälfte mit Wasser verdünnt.
Und siehe da, da passiert schon viel mehr. Hab das an der Gasbildung gesehen, und auch an der sich bildenden blauen Schicht. Nach 3 Stunden hab ich den Tank dann mit Wasser und etwas Waschpulver gespült, ganz schnell getrocknet. Scheint mir aber so, als hätte ich aber die neue Phosphatschicht dabei wieder mit ausgewaschen.

Nächster Versuch:

Nochmal mit der verdünnten Säure, 3 Stunden. Die Säure so gut es ging rausgeschüttelt, und mit der Heisslufttpistole komplett eingetrocknet.
Da sind dann paar dicke, eingetrocknete Särereste übrig geblieben.
Diese hab ich dann mit Wasser ausgespült, und den Tank sofort mit Druckluft und Heissluftpistole innerhalb von 5 min. komplett getrocknet.

Sieht jetzt am besten aus, allerdings hab ich wieder leichte braune Anfärbungen drin. Und zwar an den Stellen, die zuletzt ausgetrocknet sind.
Da wo ich mit der Druckluft und Heissluftpistole am besten hinkomme, sieht es auch am besten aus.

Der jetzige Zustand scheint aber stabil zu sein, ich werde das mal beobachten. Ich hänge dann an den Tankdeckel einen Beutel Silicagel, wenn das Motorrad nicht benutzt wird. Und der Tank leer ist, natürlich.

Im Internet habe ich auch schon einiges gesucht / nachgeforscht, da habe ich mal von einem Anbieter als Demo so einen phosphatierten und aufgeschnittenen Tank gesehen. Der sah auch so ähnlich leicht braun angefärbt aus.

Was mir noch aufgefallen ist: Ich habe auf meiner Werkbank eine ganz normale unbehandelte Blechplatte als Arbeitsfläche, und darauf hab ich die verkleckerte Säure einfach mit einem nassen Lappen abgewischt. Darauf hab ich eine einwandfreie Phosphatschicht, die sich auch nicht verfärbt. Nur in dem blöden Tank hab ich die Probleme!

Grüße,
Steffen!
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