Motor an Zylinderkopf undicht Leerlauf ungleichmäßig

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Marsn91
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Motor an Zylinderkopf undicht Leerlauf ungleichmäßig

Beitragvon Marsn91 » Mi 15. Mär 2017, 20:12

Hallo. Nachdem ich einiges probiert habe um einen anständigen Leerlauf hinbekommen wollte ich nochmal hier fragen. Also vergaser von Heyne überholt. Motor auch gemacht. Jetzt hat sich gezeigt das einiges zwischen Kopf und Zylinder rauskommt und dort eventuell auch Nebenluft rein. Also Demontage.
Verbaut ist ein Skoda Kolben. Die Büchse steht hervor ( nach oben)
Eingedichtet war alles mit einer dünnen Kupferscheibe und Dichtmasse. Also die kopfdichtung ist komplett aus Kupfer.
Würdet ihr das wieder so machen? Einkleben ja/nein? Die zuganker waren auch eingeklebt.
Wie macht ihr das? Welche Dichtungen sind empfehlenswert?
Danke!
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flar
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Re: Motor an Zylinderkopf undicht Leerlauf ungleichmäßig

Beitragvon flar » Mi 15. Mär 2017, 20:51

Sportmotor ?

Ich nehme diese Zylinderkopfdichtungen (allerdings die Tourerversion) von Plastanza: https://www.akf-shop.de/zylinderkopfdic ... /a-190043/

War das Kupfer auch die richtige Legierung ?? Edel(-tuning) kennt sich da aus.

Hast du die Zuganker auch nachgezogen? Und geht das auch gescheit, wenn diese eingeklebt sind ?????


ralf
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Re: Motor an Zylinderkopf undicht Leerlauf ungleichmäßig

Beitragvon steckkruemmer » Mi 15. Mär 2017, 21:24

Marsn91 hat geschrieben:Hallo. Nachdem ich einiges probiert habe um einen anständigen Leerlauf hinbekommen wollte ich nochmal hier fragen. Also vergaser von Heyne überholt. Motor auch gemacht. Jetzt hat sich gezeigt das einiges zwischen Kopf und Zylinder rauskommt und dort eventuell auch Nebenluft rein. Also Demontage.
Verbaut ist ein Skoda Kolben. Die Büchse steht hervor ( nach oben)
Eingedichtet war alles mit einer dünnen Kupferscheibe und Dichtmasse. Also die kopfdichtung ist komplett aus Kupfer.
Würdet ihr das wieder so machen? Einkleben ja/nein? Die zuganker waren auch eingeklebt.
Wie macht ihr das? Welche Dichtungen sind empfehlenswert?
Danke!


Wie jetzt, die Zuganker waren auch eingeklebt?
Was meinst du damit?

Grüße Tobias
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Re: Motor an Zylinderkopf undicht Leerlauf ungleichmäßig

Beitragvon felix 09 » Do 16. Mär 2017, 10:55

Marsn91 hat geschrieben:Eingedichtet war alles mit einer dünnen Kupferscheibe und Dichtmasse.

Vermute mal falls es ein Sportkopf ist (Kupferscheibe und Dichtmasse) hat man nur die Kupferringe mit hoffentlich hitzebeständigen Zeugs noch extra versehen und dann die Zuganker aufgesetzt. Falls die Zuganker wirklich schon mal nachgezogen waren dann bleiben nur noch die Dichtflächen.
Schau Dir mal die Dichflächen an den Stellen an wo der Ölaustritt war ,ob sie überhaupt plan sind!
Am besten du machst mal ein paar Bilder.

Grüße
Felix 09
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Re: Motor an Zylinderkopf undicht Leerlauf ungleichmäßig

Beitragvon tingeltangelbob » So 19. Mär 2017, 15:54

Hallo , setz mal den Kopf ohne Dichtung auf den Zylinder , anschrauben musst du ihn nicht und messe mit einer Fühllehre ( Die man zum Kerzenabstand messen nimmt ) das Spalt Maß zwischen Zylinder und Kopf an mehreren Stellen , Das hier ermittellte größte Maß ist das tatsächliche maß zwischen Kopf und Zylinder , und nun muss ja die Dichtung auch noch drücken was eine Zugabe erfordert .
Sollte dein ermitteltes Spaltmaß zum Beispiel 0,6 mm Betragen und deine Kopfdichting aus Kupfer ist nur 0,8 mm dann ist sie zu dünn . Dann heist es sich dickeres Kupferblech besorgen , gibs in der Bucht kleine stücken , 1mm sollte genügen dann hast du 0,4 mm zum Drücken , Sollte dein Spaltmaß größer sein dann demendsprechend Stärker das Kupfer . Kopfdichtung Sorgfältig genau basteln , dann rotglühend machen , ( Ofen oder Herdplatte )und in kaltem Wasser abschrecken . Dann würd das Kupfer weich wie Blei und drückt und dichtet gut . Dann einfach ohne dichtschmatter zusammenbauen . Hält bei mir schon etliche Jahre und ist dicht . Natürlich müssen deine Dichtflächen sauber und ok sein sprich keine Schrammen oder so .Ich fahre einen 74er Kolben und da passen ja die handelsüblichen Kopfdichtungen nicht so das ich auf Kupfer zurück gegriffen habe . Ach ja du solltest auch mal dine Brennsteghöhe ( Buchse steht hervor ) am Zylinder messen und den dazugehörigen Rand im Zylinderkopf , Vielleicht wurde den Zylinder Abgedreht und der Brennsteg oder Zylinderkopf nicht angepasst .
Gruß Tingel
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Re: Motor an Zylinderkopf undicht Leerlauf ungleichmäßig

Beitragvon Marsn91 » So 19. Mär 2017, 18:45

IMG_3580.JPG

IMG_3579.JPG

IMG_3586.JPG


anbei einmal ein paar Bilder... ich denke aber das auch der Kopf ein Problem haben könnte. Da muss ich mal schauen ob der überhaupt dicht ist
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Re: Motor an Zylinderkopf undicht Leerlauf ungleichmäßig

Beitragvon braendel » Mo 20. Mär 2017, 08:05

tingeltangelbob hat geschrieben:Sorgfältig genau basteln

Basteln bleibt Basteln.

Grüße
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Re: Motor an Zylinderkopf undicht Leerlauf ungleichmäßig

Beitragvon Roadrunner » Mo 20. Mär 2017, 11:53

Eine Kupferdichtung ist für die Awo ungeeignet. Wie schon beschrieben soll sich die Dichtung beim anziehen der Zuganker noch etwas setzen . Das ist bei einer reinen Kupferdichtung nicht im erforderlichen Maße gegeben .

Zu DDR Zeiten hat man das als Provisorium wohl schon probiert und es hat z.B. bei den Motoren ohne Zentrierbund auch geklappt , wenn die Dichtflächen absolut plan waren.

Heute gibt es gute Nachbaudichtungen und solche Experimente , noch dazu so´n Murx mit Dichtungsmasse , welche bei einer Kopfdichtung gar nichts zu suchen hat , sind nicht mehr notwendig !

Ralf
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Re: Motor an Zylinderkopf undicht Leerlauf ungleichmäßig

Beitragvon tingeltangelbob » Di 21. Mär 2017, 22:46

Hallo Marsn91 . Bei dir passt eine ganz normale Kopfdichtung mit Brennring , Kauf dir eine bei irrgend einem Anbieter .
Vor dem Zusammenbau unbedingt den roten schmatter abmachen . Nach dem Zusammenbau Motor warm Fahren dann richtig abkühlen lassen und nochmals den Kopf nachziehen . Ventile nicht vergessen noch mals einzustellen .
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Re: Motor an Zylinderkopf undicht Leerlauf ungleichmäßig

Beitragvon quincy » Mi 22. Mär 2017, 11:40

Tach schön

Haben mitlerweile die Kopfdichtungen mit Brennring alle die selbe Qualität ? Da gab es doch mal Probleme mit dem Brennring der sich nicht weit genug zusammendrücken lies und dadurch die Dichtung nicht genügend Druck bekam .
Ich frag nur weil ich bei der Aussage "irrgend einen Anbieter" etwas ins grübeln kamm .

gruss

quincy
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