Werkstattbericht

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benno
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Re: Werkstattbericht

Beitragvon benno » Do 6. Jul 2017, 12:54

nortom hat geschrieben:Aha.
Genau:
Edelstähle sind Stähle mit mehr als 5% Legierungsanteil, die entsprechend der benötigten Gebrauchseigenschaften legiert sind. So hab ich das mal gelernt. Also nicht unbedingt Chromstähle.



Falsch: Edelstähle sind Stähle mit einem sehr geringem Ph und S Gehalt von unter 0,025-0,035% . Wurde schon in der DDR Werkstoffkunde gelehrt. Der Begriff Edelstahl ist nur umgangssprachlich eingebürgert worden. Wir reden hier über CrNi-Stähle. Gruppierung der nichtrostenden, austenitischen Stähle. Ende der Werkstoffkunde.

Kirche also im Dorf lassen. Idee und Ausführung sucht sicherlich seines gleichen...

Gruß benno
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clairenc
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Re: Werkstattbericht

Beitragvon clairenc » Do 6. Jul 2017, 21:43

speedvogt hat geschrieben:Hi, ich gehe davon aus das es sich um V2 bzw.V4A handelt und das ist für Wellendichtflächen zu weich und läuft schnell ein.besser einen Werkzeugstahl zb. 2379 oder 2436 verwenden.
Servus Micha

Richtig , es ist V2A, bzw. 4301
Das soll weich sein ??? :::::cb
Dann bearbeite es mal mit Säge oder Feile, oder bohre es mal, mit einem normalen HSS Spiralbohrer
Unter weich verstehe ich Alu, Cu, oder Pb.
Gruß clairenc
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Re: Werkstattbericht

Beitragvon nortom » Do 6. Jul 2017, 22:08

@benno:
es ist richtig, was du sagst, der Reinheitsgrad bestimmt es. Dann gibts noch höher- und hochlegierte Stähle. Letztere sind die mit mehr als 5% Legierungsanteilen.
Musste ich doch glatt nochmal mein Werkstoffkundebuch
vorholen... :)
Die Basis ist das Fundament jeder Grundlage! (tiefschürfende Erkenntnis meines Kumpels Andreas)

Wer 4-Takter fährt, muß weiter als 3 zählen können...
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Re: Werkstattbericht

Beitragvon Edelherb » Do 6. Jul 2017, 22:55

Hallo!
Ich habe ja bei mir den Mitnehmer-Flansch im Hinterrad mit so einer Wellenschutzhülse von SKF repariert.
Die Hülse musste ich dann auch noch kürzen, und anschrägen.
An das Funkenbild beim abtrennen mit einem kleinen Trennschleifer kann ich mich nicht mehr erinnern.
Aber genau erinnern kann ich mich, dass das Material mit der Feile erstaunlich leicht zu bearbeiten ist.
Das ging gefühlt wie bei Kupfer, ich weiss das, auch, weil ich mal abgerutscht bin, da hab ich gleich einen kleinen Kratzer in die Oberfläche gemacht.
Aber trotzdem gehe ich davon aus, dass es rostfreies Material ist,
schon wegen dem Verwendungszweck der Hülsen. Rostanfälliges Material macht die Verwendung in Pumpen usw. ja sinnlos.
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Re: Werkstattbericht

Beitragvon Roy » Do 6. Jul 2017, 23:21

Ich kann da auch nur drüber lachen :::::c
Clairence seine Lösung hält warscheinlich die nächsten 50.000 km.
Das ist absolut i.O.;:;:;
;;;;;;;
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Re: Werkstattbericht

Beitragvon Edeltuning » Fr 7. Jul 2017, 01:52

speedvogt hat geschrieben:Hi, ich gehe davon aus das es sich um V2 bzw.V4A handelt und das ist für Wellendichtflächen zu weich und läuft schnell ein.besser einen Werkzeugstahl zb. 2379 oder 2436 verwenden.
Servus Micha


Diese Stähle sind im Lieferzustand nicht viel "härter" als 4301 und werden meist mit Mindermengenzuschlag von 25€ abgegeben, sodaß ein 300mm Stück um die 40€ kostet.
Die anschließende Wärmebehandlung noch nicht mit einberechnet. Ob man dann für oben genannte Anwendung eine Arbeitshärte von HRC 65 brauch, mit dem man schon Glas schneiden kann, sei jedem selbst überlassen. :shock:
Für solche und ähnliche Anwendungen im Hobbylaienbereich ist Cromo 1.7225 / 1.7227 bestens geeignet. :idea:
Den Tip der helfen soll, gibt Dir der Minol Pirol.
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Re: Werkstattbericht

Beitragvon speedvogt » Fr 7. Jul 2017, 13:25

Okay,ich habe mich da vielleicht ein bisschen weit aus dem Fenster gelehnt.Ich bin eben Werkzeugmacher und habe die entsprechenden Möglichkeiten Härten und Rundschleifen,ebenso weiß ich das sich VA bescheiden bearbeiten lässt was aber nicht automatisch was über die Härte aussagt.

Also alles Gut , Micha ;;;;;;;;
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Re: Werkstattbericht

Beitragvon Meki » Mi 19. Jul 2017, 15:05

Hallo Leute,
ich habe mal was gebaut. Mein Lackierer beschwerte sich etwas über die Sitzfedern - die lassen sich nicht so gut lackieren. In den Zwischenraum kann mann nicht lackieren. Also habe ich mir was überlegt. Schaut selbst:

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Es funktioniert ganz gut. damit läst sich die Feder gut sandstahlen und lackieren.

Mittlerweile bin ich mir der AWO ein Stück weiter gekommen.
Teile sind lackiert, einpaar Kleinigkeiten sind verchromt und die Schrauben und Achsen sind brüniert.

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Gruß Meki
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Re: Werkstattbericht

Beitragvon honecker-harley » Mi 19. Jul 2017, 16:04

Da siehst mal was so ein Rahmen alles hinter sich hat, musste meinen auch mehrfach schweißen...
2 bzw.3 Räder, 4 Takte....
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Re: Werkstattbericht

Beitragvon Meki » Mo 31. Jul 2017, 17:39

Hallo Leute,
seit gestern ist die AWO fertig. Der eine oder andere wird sie nicht für perfekt halten, aber was vom Werk kam war auch nicht perfekt. Ich bin jedenfals stolz wie Bolle. Jetzt noch Zulassung passend zum Bj, und dann Sonntagsfahrten machen. 8-) 8-) 8-) :lol: :lol: :) :)
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Der Suzius-Sitz kommt nach der Jungfernfahrt mit meiner Frau wieder ab.
An dieser Stelle noch großen Dank an die Unterstützer von diesem Projekt: Volker, Teo, Roberto von den E18 und Herr Graf für die Linierung.

Gruß Meki
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