
Zwei auf 1000
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LarsDD
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Re: Zwei auf 1000
Wenn alle Schalter aus sind, soll das VAPE Steuergerät nachfolgende Zündverstellung realisieren. Die Angaben sind aber ungeprüft.


Einfach mal machen!
- Alien
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Re: Zwei auf 1000
Hallo Schorsch,
Nach zwei Kolben und fünf Seiten Fehlersuche kennen wir das Kolbenlaufspiel immer noch nicht. Mein bester Rat für eine fundierte Fehlersuche: Klären Sie zuerst die Grundlagen, bevor Sie sich direkt auf die seltenen Ausnahmefälle stürzen.
Der auf dem Bild gezeigte Messwert der Fühlerlehre ist nicht aussagekräftig und messtechnisch unzulässig: Sie haben nicht nur von oben gemessen – wo das Maß stark vom Nennmaß abweicht (typischerweise bis zu -0,40 mm) –, sondern auch an der ovalen Stelle des Kolbens. Angesichts des Schadensbildes bezweifle ich, dass sich die Originalmaße noch ermitteln lassen.
Den Bildern nach zu urteilen, ist die Kolbenwandung sehr massiv ausgeführt. Wenn der Kolben schwerer ist als das Original, bringen Sie mehr Material ein, das sich ausdehnen kann – da gibt es keine Zauberei. Mich würde interessieren, wie viel er wiegt und wie dick die Wandung ist, falls Sie das teilen möchten. Ich habe nichts gegen Schmiedekolben – sie sind hervorragend –, aber man muss ihnen Raum zum Arbeiten geben und ein größeres Laufspiel akzeptieren. Meiner Erfahrung nach ergibt es keinen Sinn, Mindestspielwerte anzustreben, wie sie für Gusskolben in Aluminiumlaufbuchsen gelten. Ich habe mich dazu bereits in einem anderen Thread ausführlich geäußert, daher gehe ich hier nicht weiter darauf ein.
Ich muss hier auch die Kolbenringe erwähnen. Aus irgendeinem seltsamen Grund herrscht unter Anwendern die Meinung vor, schmale Ringe seien das Nonplusultra. Dem stimme ich bei bestimmten Oldtimer-Anwendungen nicht ganz zu. Kolbenringe dienen nicht nur der Abdichtung und Kompression, sondern haben eine entscheidende weitere Funktion: die Wärmeableitung vom Kolben zur Laufbuchse. Je größer die Kontaktfläche, desto besser die Wärmeleitfähigkeit. Die hohen Ringprofile bei Oldtimern waren kein Zufall. Schmale, leichte Ringe sind eigentlich nur dann sinnvoll, wenn man sich der Marke von 8000 U/min nähert und das sogenannte Ringflattern zum Problem wird. Daher ist es mir ein Rätsel, warum man einen dünnen Ring in einem Motor verbauen sollte, der nicht über 6000 U/min dreht. Man erkauft sich eine Gewichtsersparnis, die man gar nicht benötigt (es sei denn, Sie fahren Rennen mit Ihrer AWO!), büßt dabei aber Kontaktfläche für die Wärmeableitung ein. Ich bin kein Freund von extrem dünnen Kolbenringsätzen; sie sehen zwar schick aus, erfüllen aber bei Standardmotoren nicht optimal ihren Zweck. Nicht vergessen: Je dünner der Ring, desto schmaler ist die Kolbennut und desto mehr Material steht zur Ausdehnung zur Verfügung.
Dass die Spuren nur auf einer Seite zu sehen sind, schließt ein zu geringes Laufspiel keineswegs aus. Der Motor ist nicht durch ein einzelnes Ereignis gestorben; wenn man sich den Kolbenhemd-Bereich ansieht, erkennt man mehrere kleine Fresser, die du entweder ignoriert oder nicht bemerkt hast. Ich sehe deutliche Anzeichen für Hitzeentwicklung – der Motor muss sehr heiß gelaufen sein. Ich empfehle dir, für die nächste Einfahrphase ein Pyrometer zu besorgen; das Ergebnis könnte dich überraschen.
Abgesehen vom Laufspiel würde ich prüfen, ob dieses Kolbenmodell über einen Kolbenbolzenversatz (Offset) verfügt. Das lässt sich auch jetzt noch messen, selbst bei beschädigter Oberfläche. Falls ja, solltest du kontrollieren, ob der Kolben korrekt eingebaut wurde.
Über den Fahrstil haben wir noch nicht gesprochen. In welchem Gang und bei welcher Geschwindigkeit ist der endgültige Kolbenfresser aufgetreten? Bedenke, dass die Ölpumpe drehzahlabhängig fördert. Langsames Fahren im Leerlauf oder bei niedrigen Drehzahlen (etwa im Stadtverkehr) im hohen Gang – kombiniert mit geringer Fahrtwindkühlung – mögen unsere Oldtimer gar nicht. Wenn ich in eine solche Verkehrssituation gerate, lasse ich den Motor bei eingekuppeltem Getriebe zwischendurch immer mal wieder kurz hochdrehen, um den Durchfluss der Ölpumpe zu erhöhen. Das gilt besonders, falls du den Motor nur durch langsames Cruisen um den Block einfährst.
Nach zwei Kolben und fünf Seiten Fehlersuche kennen wir das Kolbenlaufspiel immer noch nicht. Mein bester Rat für eine fundierte Fehlersuche: Klären Sie zuerst die Grundlagen, bevor Sie sich direkt auf die seltenen Ausnahmefälle stürzen.
Der auf dem Bild gezeigte Messwert der Fühlerlehre ist nicht aussagekräftig und messtechnisch unzulässig: Sie haben nicht nur von oben gemessen – wo das Maß stark vom Nennmaß abweicht (typischerweise bis zu -0,40 mm) –, sondern auch an der ovalen Stelle des Kolbens. Angesichts des Schadensbildes bezweifle ich, dass sich die Originalmaße noch ermitteln lassen.
Den Bildern nach zu urteilen, ist die Kolbenwandung sehr massiv ausgeführt. Wenn der Kolben schwerer ist als das Original, bringen Sie mehr Material ein, das sich ausdehnen kann – da gibt es keine Zauberei. Mich würde interessieren, wie viel er wiegt und wie dick die Wandung ist, falls Sie das teilen möchten. Ich habe nichts gegen Schmiedekolben – sie sind hervorragend –, aber man muss ihnen Raum zum Arbeiten geben und ein größeres Laufspiel akzeptieren. Meiner Erfahrung nach ergibt es keinen Sinn, Mindestspielwerte anzustreben, wie sie für Gusskolben in Aluminiumlaufbuchsen gelten. Ich habe mich dazu bereits in einem anderen Thread ausführlich geäußert, daher gehe ich hier nicht weiter darauf ein.
Ich muss hier auch die Kolbenringe erwähnen. Aus irgendeinem seltsamen Grund herrscht unter Anwendern die Meinung vor, schmale Ringe seien das Nonplusultra. Dem stimme ich bei bestimmten Oldtimer-Anwendungen nicht ganz zu. Kolbenringe dienen nicht nur der Abdichtung und Kompression, sondern haben eine entscheidende weitere Funktion: die Wärmeableitung vom Kolben zur Laufbuchse. Je größer die Kontaktfläche, desto besser die Wärmeleitfähigkeit. Die hohen Ringprofile bei Oldtimern waren kein Zufall. Schmale, leichte Ringe sind eigentlich nur dann sinnvoll, wenn man sich der Marke von 8000 U/min nähert und das sogenannte Ringflattern zum Problem wird. Daher ist es mir ein Rätsel, warum man einen dünnen Ring in einem Motor verbauen sollte, der nicht über 6000 U/min dreht. Man erkauft sich eine Gewichtsersparnis, die man gar nicht benötigt (es sei denn, Sie fahren Rennen mit Ihrer AWO!), büßt dabei aber Kontaktfläche für die Wärmeableitung ein. Ich bin kein Freund von extrem dünnen Kolbenringsätzen; sie sehen zwar schick aus, erfüllen aber bei Standardmotoren nicht optimal ihren Zweck. Nicht vergessen: Je dünner der Ring, desto schmaler ist die Kolbennut und desto mehr Material steht zur Ausdehnung zur Verfügung.
Dass die Spuren nur auf einer Seite zu sehen sind, schließt ein zu geringes Laufspiel keineswegs aus. Der Motor ist nicht durch ein einzelnes Ereignis gestorben; wenn man sich den Kolbenhemd-Bereich ansieht, erkennt man mehrere kleine Fresser, die du entweder ignoriert oder nicht bemerkt hast. Ich sehe deutliche Anzeichen für Hitzeentwicklung – der Motor muss sehr heiß gelaufen sein. Ich empfehle dir, für die nächste Einfahrphase ein Pyrometer zu besorgen; das Ergebnis könnte dich überraschen.
Abgesehen vom Laufspiel würde ich prüfen, ob dieses Kolbenmodell über einen Kolbenbolzenversatz (Offset) verfügt. Das lässt sich auch jetzt noch messen, selbst bei beschädigter Oberfläche. Falls ja, solltest du kontrollieren, ob der Kolben korrekt eingebaut wurde.
Über den Fahrstil haben wir noch nicht gesprochen. In welchem Gang und bei welcher Geschwindigkeit ist der endgültige Kolbenfresser aufgetreten? Bedenke, dass die Ölpumpe drehzahlabhängig fördert. Langsames Fahren im Leerlauf oder bei niedrigen Drehzahlen (etwa im Stadtverkehr) im hohen Gang – kombiniert mit geringer Fahrtwindkühlung – mögen unsere Oldtimer gar nicht. Wenn ich in eine solche Verkehrssituation gerate, lasse ich den Motor bei eingekuppeltem Getriebe zwischendurch immer mal wieder kurz hochdrehen, um den Durchfluss der Ölpumpe zu erhöhen. Das gilt besonders, falls du den Motor nur durch langsames Cruisen um den Block einfährst.
- Schorsch
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Re: Zwei auf 1000
Hallo Elian,
Vielen Dank für deine Anteilnahme und ausführlichen Information.
Meines Wissens ist meinem Kolben keine Einbaurichtung vorgegeben, werde mich beim Händler aber nochmal informieren.
Es wird sich letztendlich nicht mehr ergründen können, was da massgeblich der ausschlaggebende Faktor für meine gefrässigen Kolben war.
Vielen Dank für deine Anteilnahme und ausführlichen Information.
Meines Wissens ist meinem Kolben keine Einbaurichtung vorgegeben, werde mich beim Händler aber nochmal informieren.
Es wird sich letztendlich nicht mehr ergründen können, was da massgeblich der ausschlaggebende Faktor für meine gefrässigen Kolben war.
Gruß Schorsch
- Djog
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Re: Zwei auf 1000
Das ist aber nicht gut, wenn Du nicht weißt, was der Fehler ist, kann der nächste Kolben wieder so enden.
Gruß Jörg
Gruß Jörg
- Schorsch
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Re: Zwei auf 1000
Nu der nächste Kolben koscht ja erstmal nur das schleifen und ein paar Ringe.
Auspuff, Vergaser und Kopf weden auch angepasst.
Bei der Zündung bin ich immer noch am grübeln.
Eben nochmal abgeblitzt, um den Verstellbereich zu dokumentieren.
Bis 2000 Umdrehungen ändert sich nichts.
Bei 3500 ca. 25% Richtung Früh.
bei 4000 ca. 50%
bei 4500. 75
5600 ca. 100% des 28° Verstellbereiches
Bei 6500 ist der Regler dann auf Anschlag, was dann 30 oder 32° dem entspricht.
Auspuff, Vergaser und Kopf weden auch angepasst.
Bei der Zündung bin ich immer noch am grübeln.
Eben nochmal abgeblitzt, um den Verstellbereich zu dokumentieren.
Bis 2000 Umdrehungen ändert sich nichts.
Bei 3500 ca. 25% Richtung Früh.
bei 4000 ca. 50%
bei 4500. 75
5600 ca. 100% des 28° Verstellbereiches
Bei 6500 ist der Regler dann auf Anschlag, was dann 30 oder 32° dem entspricht.
Gruß Schorsch
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LarsDD
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Re: Zwei auf 1000
Das wäre dann aber irgendwie nicht ganz korrekt. Hier mal die Verstellkurve welche hier mal geteilt wurde.


Einfach mal machen!

