Beule auszinnen

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Bastelpeter
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Re: Beule auszinnen

Beitragvon Bastelpeter » Mi 21. Sep 2016, 17:40

Ob nun gut oder schlecht sei mal dahin gestellt, aber Rausziehen ist Käse. Danach haste unter Umständen ne Beule nach aussen. Besonders am Rand der Beule wird es wellig. Bei Zinn ist die Schichtdicke doch unerheblich, es sei denn, man muss auf das Gewicht achten. Außerdem ging es ja darum zu zeigen, wie man die Haftung hinbekommt.... also, setzen 6
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Edelherb
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Re: Beule auszinnen

Beitragvon Edelherb » Mi 21. Sep 2016, 20:27

Hallo!

Man kann die Zinn- Oberfläche auch mit einem großen Lötkolben "spachteln". So ein 500 W- Elektrolötkolnen ist da ausreichend. Der müsste eine breite Spitze haben, die schön glatt und scharf ist, damit kann man das ganz gut verziehen und modellieren. Das hab ich auch schon selbst mal gemacht, (am Auto das Scheibenwischerloch in der Heckklappe verschlossen), ging super. Damit kann man das Zinn an der Oberflächen richtig schön anschmelzen und dabei ziehen.

Der mir das Zinn-Spachteln mal gezeigt hat, hat einen normalen Schweissbrenner genommen, mit ganz kleinem Brenner, und eine Buchenholzspachtel, die er vorher eingefettet hat. Ist halt nur die Kunst, das in den teigigen Zustand zu bringen, und auch zu halten. Das war aber ein Künstler, muss ich ganz ehrlich sagen, obwohl er ansonsten eigentlich ein Problem-Kollege war.

Mit einem Lötkolben ist das aber sehr viel einfacher.
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Re: Beule auszinnen

Beitragvon hephäst » Mi 21. Sep 2016, 21:31

.... gut gemacht ....
endlich wieder eine AWO frisch vom Fließband.......
.... bitte nicht böse sein....

;;;;;;;; ;;;;;;;; ;;;;;;;; ;;;;;;;; ;;;;;;;; ;;;;;;;; ;;;;;;;; ;;;;;;;; ;;;;;;;;
Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen. :shock: :idea:
Mahatma Gandhi
Donner ist gut und eindrucksvoll, aber die Arbeit leistet der Blitz.
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Re: Beule auszinnen

Beitragvon Slowrider » Mi 21. Sep 2016, 22:29

Hallo Peter , ich find Deine Anleitungen immer wieder Spitze.
Schön , daß Du Andere an Deinen Erfahrungen teilhaben lässt. Auch wenn es vielleicht den ein oder anderen Nachteil haben könnte , so ist das doch immer informativ und hilfreich.
Die Lösungen sind immer gut durchdacht und verständlich erklärt ..... :::::m :::::k
Gruß Rolf
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Re: Beule auszinnen

Beitragvon essifreak » Mi 21. Sep 2016, 23:58

Danke für die Doku, das steht mir auch noch bevor, aber bei einem TS250 Tank :::::mm

Grüße
Crispin
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Re: Beule auszinnen

Beitragvon feuereisen » Do 22. Sep 2016, 10:28

Bastelpeter hat geschrieben:, aber Rausziehen ist Käse. Danach haste unter Umständen ne Beule nach aussen. Besonders am Rand der Beule wird es wellig. .... also, setzen 6


Jeder Karosseriebauer zieht tiefe Beulen - Das nennt man dann fachlich korrekte Arbeit (wofür es eher eine 1 gibt) anstatt Basteln... :::::d :mrgreen:
Zieht man die Beule zu weit nach außen wird selbige mit Schlichthämmern sachte wieder zurückgedengelt, so das später eine möglichst geringe Zinnschichtdicke von Nöten ist Das sich der Rand arg wellt passiert oft wenn man das Zugwerkzeug falsch ansetzt oder die Beule "Scharfkantig" ist. Auch das lässt sich dann mit dem Schlichthammer korrigieren. Eine ganz glatte Oberfläche bekommt man selten hin (vor allem nicht wenn man wie hier von innen nicht drankommt) aber man kann eben die Schichtdicke erheblich minimieren.

Wer es also richtig machen will - erst ausbeulen und dann nach der durchaus praktikablen Anleitung hier zinnen...
Das einzig Wahre stell Dir vor bleibt immer der Verbrennungsmotor!

http://www.feuer-eisen.de
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Wer zu faul um selbst zu Denken, der lässt sich ganz einfach lenken...

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Danke nach GB für den Arsch in der Hose !
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Re: Beule auszinnen

Beitragvon fusselvieh » Do 22. Sep 2016, 10:43

https://www.youtube.com/watch?v=uW3KV6K4R6w Habe ich selber schon am Auspüffle von Sohnemannes Enduro praktiziert. Funktioniert perfekt. Wollte das mal demnächst an nem (gespülten) Tank probieren.

Gruß vom Fussel
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Re: Beule auszinnen

Beitragvon Bastelpeter » Do 22. Sep 2016, 14:58

Und ich dachte meine Beule war scharfkantig. Naja, wieder was dazu gelernt-

Auf jeden Fall sehr beeindruckend Fussel. Daumen hoch
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Re: Beule auszinnen

Beitragvon Dreiradfritz » So 25. Sep 2016, 21:07

Hallo Peter,

ich hoffe mein Tipp kommt noch nicht zu spät. Auf Deinen Bildern sind mir noch einige Stellen aufgefallen, die Dir unter Umständen noch Ärger machen könnten :::::mm
Ich rede von den schwarzen Lunkern und von den kleinen grauen Flächen im Übergang vom Zinn zum Blech. An diesen Punkten kommt es im Laufe der Zeit oft zu Blasen im Lack :shock:
Du kannst das jetzt nur noch sauber raus schleifen und neu verzinnen.
Ich reinige die Zinnpaste nach dem Abkühlen noch einmal gründlich bevor ich das Zinn auftrage.
Autos die wir mit solchen Verzinnungen bekommen haben, hatten wir oft mit dem Strahler auf Temperatur gebracht. Da öffnen sich die "Poren" und man sieht das ganze Ausmaß. Habe es schon erlebt das sich der ganze Pfropfen abgelöst hat :::::dd :a:::

Kleinere Unebenheiten würde ich an Deiner Stelle mit Spachtel noch richten, nur verzinnen und fertig zum Füllen/Grundieren klappt in den wenigsten Fällen.

Wünsche Dir noch gutes Gelingen. Du schaffst das schon. ;;;;;;;

PS.: Solltest Du noch Fragen haben melde Dich. Sind zwar schon einige Jahre vergangen, das ich mit lackieren meine Brötchen
verdient habe,es ist aber noch nicht alles vergessen. Hoffe ich ;;;;;;;;;
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Re: Beule auszinnen

Beitragvon essifreak » Do 29. Sep 2016, 23:50

Ich hab mich heute auch mal an einem TS Tank versucht, hat wunderbar geklappt mit deiner Anleitung, Peter.
War mein erster Versuch und hat auch glei´ch ganz gut geklappt... :::::yy :::::ccc

Erst Lötwasser, Lötpaste, Stangenlötzinn aus der guten alten Zeit drauf und gleich modelliert mit einem Holzspatel, überschüssiges Material weg gefeilt und zum Schluss die kleineren Löcher noch gespachtelt.

Noch paar Bilder, wenns interessiert :idea:
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